Belebung der Innenstadt
Meine Lieblings-Mammutaufgabe

Die Fußgängerzone ist bekanntlich in Verbindung mit der Belebung der Innenstadt auch in Bezug auf die Stadtratstätigkeit mein persönliches Kernthema. Es gehört zu meiner tiefen Überzeugung, dass sich bezüglich einer tatsächlichen Belebung unsere Innenstadt nur von innen nach außen neu entwickeln kann. Mir ist bewusst, dass wir viel Energie, Fleiß, Geld und Kreativität investieren müssen, damit unser „Wohnzimmer“ wieder zu einem Anziehungspunkt für Bürger und Besucher wird.

Ich denke gerade wir als Kleinstadt mit unserem Schwerpunkt auf Gesundheit und Naturverbundenheit sollten stolz darauf sein, dass wir unseren Gästen in dieser hektischen Zeit einen verkehrsfreien Raum bieten können, der einlädt, sinnbildlich kurz seinen Akku aufzuladen und Energie zu tanken. Und genau hier sehe ich mit unserer Fußgängerzone ein enormes Entwicklungspotenzial.

Eine Lösung für die Fußgängerzone als solche sehe ich in einem schlüssigen Konzept, welches mindestens auf die nächsten 10-15 Jahre ausgerichtet sein muss. Hierzu möchte ich im Stadtrat einen eigenen Ausschuss für Stadtentwicklung installieren, der sich regelmäßig mit der Entwicklung und Fortschreibung dieses Konzepts beschäftigt.

Die wichtigste Aufgabe für mich als Bürgermeister wird es sein, persönliche Gespräche mit Hauseigentümern und Mietern zu führen, damit die Ausgangssituation klar definiert werden kann. Dieser Schritt muss sofort passieren und ich sehe dies auch als meine persönliche Aufgabe an, da es eine Herzensangelegenheit ist.

Als schnell umsetzbare Sofortmaßnahmen für eine sichtbare Steigerung der Besucherfrequenz und somit auch Unterstützung der innerstädtischen Wirtschaft muss gemeinsam mit Händlern, Gastronomen und Hausbesitzern am allgemeinen Erscheinungsbild und der häufig kritisierten Sauberkeit gearbeitet werden. Ich werde mich um sinnvolle Verweilmöglichkeiten innerhalb der Fußgängerzone kümmern inklusive wichtiger Fahrradstellplätze und –lademöglichkeiten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die regelmäßige Durchführung verschiedener Veranstaltungen, wie z.B. Märkte, Innenstadt-Freiluftmessen, Themenflohmärkte, die beliebten Freitag-Abend-Konzerte, die qualitative Steigerung des Stadtfestes und vieles mehr. Hier sehe ich es auch als unerlässlich an, die Werbegemeinschaft neu zu organisieren und aktiv personell zu unterstützen. Weitere schnell umsetzbare Neuerungen sollten ein flächendeckendes freies WLAN vom Busbahnhof bis zur Sinnflut sein.

Als mittelfristige Aufgabe verstehe ich die Entwicklung einer neuen Verkehrs- und Parkkonzeption mit Innenstadtparkplätzen. Im Rahmen der Diskussion um die Öffnung der Fußgängerzone habe ich im Stadtrat bereits einen Konzeptvorschlag erarbeitet, welcher vorsieht, verschiedene Umstrukturierungen der Fahrwege zur besseren Erreichbarkeit des Marktplatzes für Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu schaffen. Dieser Vorschlag sieht auch einen kleinen Parkplatz am Marktplatz vor. Des weiteren möchte ich dem touristischen Besucher der Fußgängerzone einen Mehrwert bieten. Neben dem bereits angesprochenen freien WLAN stelle ich mir eine teilweise Begrünung von Flächen vor, die Installation eines Heilquellen-Lehrpfads zwischen Georgi- und Siebener-Park, verschiedene Skulpturen zum Thema Wasser und eine Verbesserung der Sichtbarkeit.

Eine langfristige Aufgabe, welche aber sofort begonnen werden muss, ist die Entwicklung eines strategischen Leerstandsmanagements, aktive Investorensuche für verwaiste Immobilien und die Erarbeitung eines Innenstadt-Entwicklungsplans, der sich mit den Themen Wohnen, Handel, Gewerbe und Gastronomie beschäftigt. Ich sehe in meinem Arbeitstitel „Stadt mit Sinn“ einen zu entwickelnden Fahrplan für unsere gesamte Stadt.

Zur Fußgängerzone im allgemeinen stehe ich nach wie vor zu meiner schon seit Jahren kommunizierten Meinung. Wir müssen klare Regeln schaffen, die Mehrwert bringen für alle Beteiligten. Es muss Bereiche geben, die komplett von Verkehr befreit sind und auch solche, die von Fußgängern, Radfahrern und Autos gleichermaßen genutzt werden. Die Fußgängerzone in ihrer bisherigen Dimension ist zu lang und nicht mehr zeitgemäß. Die Sichtbarkeit der Innenstadt sollte über bebilderte Werbetafeln auf den Innenstadt-Parkplätzen beworben werden um somit Lust auf einen Spaziergang dorthin zu machen.

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