Jugendcafé in Bad Brückenau
Mein Herzensprojekt

Ende 2016 wurde das Bad Brückenauer Jugendzentrum geschlossen. Dies hatte viele nachvollziehbare Gründe, wie zum Beispiel der fehlende Brandschutz, ausreichende Fluchtwege, die Attraktivität usw. Das JUZ zu schließen war eine vernünftige Entscheidung des Stadtrats, denn man möchte sich überhaupt nicht vorstellen, was im Falle eines Brandes oder einer Panik alles hätte passieren können.

Da mir aus meinem persönlichen Bereich ein tolles Projekt bekannt ist, welches sich hervorragend auch in Bad Brückenau umsetzen ließe, lässt mich dieser Gedanke schon seit vielen Jahren nicht mehr los. In einer kleinen Stadt in der Nähe von Aschaffenburg, gründete sich mit Unterstützung und auf Initiative eines Stadtrats ein Förderverein, der es sich zur Aufgabe machte, ein Café, welches viele Jahre vorher Insolvenz anmelden musste, weiter zu betreiben – als Jugendcafé. Das Gebäude war in einem sehr schlechten Zustand und musste grundlegend renoviert werden, das schaffte man durch eine Vielzahl Freiwilliger und durch den Einsatz von Spenden und Fördermittel.

Das Konzept des Jugendcafés ist recht einfach – es organisieren sich ehrenamtliche Helfer (Jugendliche und Senioren), kümmern sich völlig eigenständig um Dienstpläne, die Einhaltung der Öffnungszeiten (täglich 10 – 18 Uhr) und bieten somit einen Mehrwert für sich und andere. Vor allem die zentrale Lage innerhalb des Städtchens und das einfache Konzept, lockt viele Besucher in das Jugendcafé. Eine Begegnungsstätte für Jung und Alt.

Neben dem eigentlichen „Café-Betrieb“ bietet man auch regelmäßig ein „Repariercafé“ an. Hier bringen sich vor allem rüstige Senioren an, Alltagsgegenstände zu reparieren gegen Spenden für das Jugendcafé. Freies WLAN ist selbstverständlich, genauso wie günstige Speisen und Getränke. Es wird ein günstiges Mittagsgericht (unter 5,00 EUR) angeboten, welches sehr gerne angenommen wird. Außerdem gibt es Hausaufgabenbetreuungen, Lernrunden, Workshops und vieles mehr. Und Partys werden von den Jugendlichen natürlich auch organisiert.

Ein großartiges Konzept – man muss das Rad nicht neu erfinden…manchmal genügt es, einfach genau hinzuschauen und funktionierende Dinge zu kopieren.

Durch meine guten Kontakte zum Inhaber einer innerstädtischen Immobilie, die sich hervorragend zur Umsetzung dieser Pläne eignet, wäre der Grundstein gelegt für eine Umsetzung meines Herzensprojekts.

Als Bürgermeister möchte ich alle mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen um dieses umzusetzen und unserer Jugend etwas zu bieten.

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